Rolf Dobelli » Turbulenzen

Rolf Dobelli » Turbulenzen.

Ich schenke Vertrauen, dann bin ich es los.

Wirf den Stein als letzter. Du kannst aus den Fehlern der anderen lernen und triffst genauer.

Licht ist, wo die Dunkelheit sich ausruht.

Als Fledermaus würde ich in der Finsternis alles erkennen, außer gedruckte Buchstaben.

Allradangetrieben in Miami im Stau stecken.

Ich bin der Monopol-Anbieter meiner Gefühle. Darum die miserable Qualität.

Sich einmal richtig ausweinen, einmal die Bade­wanne mit Tränen füllen, und dann nie mehr traurig sein.

Der im goldenen Käfig denkt: Wenn der Goldpreis steigt, steigt mein Wert.

Maniküre für die Hand des Schicksals.

Gegen nichts bin ich so gut versichert wie gegen den Freudentaumel.

Gesucht: Die Börse, an der man äußeren gegen inneren Reichtum tauschen kann.

Miami ist von allen komplizierten Flughäfen der einfachste.

Einen Märtyrertod sterben, aber nicht ganz, damit man noch etwas vom Ruhm hat.

Will ich Platz nehmen, sitzt er schon auf meinem Stuhl. Will ich mich ins Bett legen, liegt er schon da. Er steht genau an dem Ort, wo ich auch habe stehen wollen. Man kann nicht verreisen, immer ist er schon da. Der meinen Platz eingenommen hat. Er.

Je mehr Möglichkeiten mir offen stehen, desto mehr Zeit verschwende ich damit, sie zu schließen.

Man müsste, um mich ernstzunehmen, sehr unernst sein.

Er steht nicht gern Schlange. Noch weniger für den Rückflug nach Zürich. Aber er glaubt, er steht ein bißchen lieber Schlange als die anderen. Das macht ihn ein bißchen glücklich. Und so macht es ihm vergleichsweise wenig aus, Schlange zu stehen.

Er hat seiner Computer-Maus einen Namen gegeben.

Die Hoffnung begraben, damit man sie an schlechten Tagen wieder ausgraben kann.

Lieber gute Äußerlichkeit als schlechte Innerlichkeit.

Vor mir: Sie kann nicht ohne Übergepäck reisen. Beim Check-in wird der Mann mit einem Blick bestraft, der ausdrücken will: Schon wieder einer, der seine Frau nicht im Griff hat. Dem könnte er höchstens entgegnen, indem er seine Frau vor den Augen der Check-in-Dame zwingen würde, die Kosten für das Übergewicht selbst zu begleichen. Aber wenn er das könnte, dann könnte er sie auch zwingen, ohne Übergepäck zu reisen.

Gern würde ich mich der Grenze meiner Geduld mal von der Seite der Ungeduld her nähern.

Ich gebe mich nachdenklich. Es befreit mich von der Erwartung, es wirklich zu sein.

Jubelnd stürzt er sich in seine Karriere, und jubelnd entsteigt er ihr auch wieder. Dazwischen liegt Verdun.

Der Flughafen ist von Abschieden durchtränkt, die sich im Boden abgelagert haben, und die man, wenn man stehenbleibt, in sich aufsteigen spürt. Ich schreite jedesmal so schnell wie möglich durch die Hallen, damit ich nicht zu heulen anfange.

Vor dem Gate stehen die Schlangen Mensch.

Zutritt für Unbefugte erlaubt.

Ich bin das Tal, durch das sich der Zeitfluß gräbt.

Nichts ist mir vollkommen fremd. Ich kann verreisen so weit ich will. Stets dieser Mief des Bekannten.

Der Mief bin ich.

Ich stürze zusammen mit Microsoft täglich ab.

Zeigt Gefühle! Auch die nicht vorhandenen.

Im Geld schwimmen und dann vor Erschöpfung ertrinken.

Paradies: Kongruenz von Denken und Fühlen.

This entry was posted in Uncategorized. Bookmark the permalink.

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s